Nettetal
Das besondere Ehrenamt
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| Bürgermeister Christian Wagner (mitte) verlieh die Ehrenamtskarte an Nettetaler Bürgerinnen und Bürger, die sich in besonderem Maße für ihre Mitmenschen eingesetzt haben. |
Nettetal. Am Dienstagabend zeichnete Nettetals Bürgermeister Christian Wagner sieben Bürgerinnen und Bürger Nettetals mit der Ehrenamtskarte des Landes Nordrhein-Westfalen aus. "Anerkennung wird hier groß geschrieben", sagte Wagner.
In seiner Rede betonte der Bürgermeister, dass die Stadt ohne das Ehrenamt ein anderes Gesicht hätte: "Es wäre ärmer und kälter hier in Nettetal." Das Ehrenamt trage dazu bei, dass man sich in Nettetal zu Hause fühlen könne. "Ehrenamt heißt Lebendigkeit", sagte Wagner. Voraussetzung für die Auszeichnung war ein dauerhaftes, kontinuierliches und überdurchschnittliches Engagement im Ehrenamt.
Die Ehrenamtskarte ist nicht bloß eine Auszeichnung. Drei Jahre lang können die Geehrten verschiedene Vergünstigungen in Nordrhein-Westfalen nutzen. Einrichtungen, die das Projekt unterstützen, tragen einen entsprechenden Hinweis. Das können Museen, Bibliotheken, Theater, Schwimmbäder, Volkshochschulen und Parks genauso sein wie Einzelhändler, Apotheken, Kinos, Sportstätten oder Hotels.
Manfred Wintzen (evanglisehe Kirche Kaldenkirchen). Rainer Lutz (Sportlreunde Leuth). Margret Tüffers (TV Lobberich) Annemarie Boesen (DRK Nettetal), Annemarie Stolzenberg (katholische Pfarrgemeinde Kaldenkirehen), Marianne Stammel (Curanum Breyell) und Ursula Höfert (Curanum Breyell und Lambertusschule) erhielten die Karte aus den Händen des Bürgermeisters. Wagner stellte jeden Preisträger den rund 80 Zuschauern vor. "Sie alle haben ihre Persönlichkeit in das Ehrenamt eingebracht. Herzlichen Dank dafür", schloss Wagner seine Rede.
Unterbrochen wurde er nur vom sehr angenehmen Vortrag des Werner-Jaeger-Orchesters unter der Leitung von Albertino Monod. Und der Bürgermeister zauberte noch eine Überraschung aus dem Ärmel. Bevor das Werner-Jaeger-Orchester zu den Schlussakkorden ansetzte, verwandelte Zauberer Schmitz-Backes den Ratssaal in einen "Hexenkessel". Mit seinen Tricks begeisterte er das Publikum, ernannte Ehrenamtier Manfred Wintzen kurzerhand zum "Copperfield des Niederrheins" und ließ Margret Tüffers an den Papier-Zaubertricks lebhaft teilhaben. Verblüffend seine Kunststücke mit den chinesischen Ringen, Blumensträuße für die Geehrten, Zauberwelten, Harmonie der Klänge - wenn das kein Grund ist, sich für das Ehrenamt berufen zu fühlen.
Pressemeldungen zur Übergabe der ersten Ehrenamtskarten in Nettetal:
Ab Dezember gibt es die Karte auch in Nettetal
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| vorn Catrin Boss und Bürgermeister Christian Wagner, hinten v. l. Michael Theven und Beigeordneter Armin Schönfelder |
Die Stadt Nettetal führt noch in diesem Jahr die Ehrenamtskarte ein, mit der die Kommune und das Land Nordrhein-Westfalen verdienten Bürgerinnen und Bürgern danken möchten. Die entsprechende Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte unterzeichneten am 23. September 2011 Bürgermeister Christian Wagner und Catrin Boss vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW.
Demnach erhalten jährlich ausgewählte verdiente Ehrenamtliche eine Karte, mit der sie in Nettetal und auch landesweit Vergünstigungen erhalten. "Es geht darum Engagement zu ehren, nicht zu bezahlen", erklärte Wagner. Die Karte soll im Dezember d.J. zunächst an drei ausgewählte ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger verliehen werden und ist für drei Jahre gültig. Voraussetzungen zum Erhalt dieser Karte sind eine mind. fünfstündige ehrenamtliche Tätigkeit in der Woche bzw. 250 Stunden im Jahr und diese Tätigkeit muss auch seit mind. drei Jahren ausgeübt werden.
Entsprechende Anträge können von nun an in der Verwaltung eingereicht werden. In der ersten Runde wird die Karte nur an drei Ehrenamtliche verliehen, wobei sich die Zahl in den kommenden Jahren noch deutlich erhöhen kann. "Wir entscheiden nach objektiven Gesichtspunkten, um die richtigen Leute auszuwählen", sagte Michael Theven vom Fachbereich Senioren, Wohnen und Soziales der Stadt.
14 Nettetaler Vereine, Geschäfte, Schwimmbad, die Nettevital GmbH, die Bücherei und mehr gewähren den Karteninhabern und -inhaberinnen vergünstigten Eintritt, Führungen oder kostenfreie Mitgliedschaften. Der Kreis der Vergünstigungsgeber soll sich noch erweitern.
Artikel aus der Rheinischen Post vom 24.09.2011 zur Unterzeichnung der Vereinbarung zur Einführung der Ehrenamtskarte in Nettetal:






